Gemeinsam wirken für eine lebenswerte Zukunft

dimanche 5 avril 2026

John P. Manning

Liebe Mitglieder der Rotary-Familie

Der April bringt Licht, Aufbruch und neues Leben. Überall zeigt sich, wie viel Kraft in kleinen, beharrlichen Schritten liegt: Knospen öffnen sich, Böden werden wieder grün, und mit dem Frühling wächst auch die Zuversicht. Gerade deshalb passt es besonders gut, dass Rotary im April den Blick auf den Schutz unserer Umwelt richtet. Rotary versteht Umweltschutz als Teil seines Einsatzes für das Gemeinwohl und fördert Projekte, die natürliche Ressourcen schützen und ökologische Nachhaltigkeit stärken.

Die Auswertung der Club Action Pläne unseres Distrikts zeigt ein ermutigendes Bild: Ökologische Nachhaltigkeit ist im Distrikt 1980 längst nicht mehr nur ein Randthema. Sie ist in mehreren Clubs konkret angekommen – in Hands-on-Projekten, in längerfristigen Partnerschaften und in Initiativen, die Umweltbewusstsein mit rotarischer Tatkraft verbinden. Aus den analysierten Club Action Plänen stechen besonders Projekte in den Bereichen Biodiversität, Gewässer- und Landschaftsschutz, Trinkwasser und Reduktion von Plastik hervor.

So engagiert sich der RC Augst-Raurica mit Waldarbeit in der Gemeinde Kaiseraugst und einem Clean-up am Rheinufer für konkrete ökologische Verbesserungen vor Ort. Der RC Rheinfelden-Fricktal, gemeinsam mit dem RC Laufenburg-Fricktal, arbeitet mit dem Natur- und Vogelschutz Rheinfelden zusammen, unterstützt das Projekt 100 Bäume für Rheinfelden und fördert mit dem Vogelpark Ambigua in Zeihen sowie dem Bau einer Zuchtstation die Biodiversität ganz praktisch. Der RC Olten-West setzt auf die Aufwertung des Lebensraums Born/Ruttiger Olten. Der RC e-Club Zentralschweiz verbindet mit Run for Water das Thema Wasserzugang mit globaler Verantwortung und unterstützt gleichzeitig einen Neophyten-Family-&-Friends-Tag auf biodiversen Flächen rund um Ebikon und den Rotsee.

Sichtbar geworden ist auch das Engagement des RC Basel-Dreiländereck am Landskronberg bei Flüh (SO) und Leymen (F) sowie bei der Wasserverteilung für Tiere in den Bergen der Gemeinde S-chanf. Gemeinsam mit dem Verein natur3 beteiligt sich der Club an einem grenzüberschreitenden Naturschutzprojekt zur Aufwertung einer artenreichen Kulturlandschaft.

Besonders sichtbar ist auch das Engagement gegen Plastikverschmutzung. Aus einer Idee ist im Distrikt eine Bewegung geworden: Der RC Arlesheim setzt einen mehrjährigen Fokus auf die Bekämpfung von Plastik in den Meeren, der RC Allschwil greift Mare Nostrum ausdrücklich auf, und weitere Clubs knüpfen an diese Initiative an. Das zeigt, wie eine starke rotarische Idee von Club zu Club weitergetragen werden kann.

Ebenso wichtig ist: Nicht jeder Beitrag zur Nachhaltigkeit beginnt mit einem grossen Leuchtturmprojekt. Manche Clubs schaffen zunächst Strukturen. Der RC Luzern-Seetal hat eine eigene Zuständigkeit Umwelt/Nachhaltigkeit verankert, der RC Bottmingen-Birseck ebenfalls eine Funktion Nachhaltigkeit, und der junge RC H₂O hat bereits mehrere Themenfelder rund um Wasser definiert und will daraus konkrete Projekte entwickeln. Solche Schritte sind wertvoll, denn sie machen aus guter Absicht verlässliche Kontinuität.

Denn ökologische Nachhaltigkeit ist nicht nur ein zusätzliches Thema neben unseren anderen Aufgaben. Sie berührt viele Bereiche unseres rotarischen Handelns: Wasser, Gesundheit, Bildung, Gemeinwesen, Jugend und Frieden. Wenn natürliche Lebensgrundlagen unter Druck geraten, betrifft das immer auch soziale Stabilität, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Zukunftschancen. Wer Bäume pflanzt, Ufer reinigt, Lebensräume aufwertet, Trinkwasserprojekte unterstützt oder Plastik vermeidet, stärkt damit auch Würde, Gesundheit und Zusammenhalt.

Darum möchte ich euch alle im Umweltmonat April ermutigen, den nächsten konkreten Schritt zu tun. Vielleicht ist es ein Hands-on-Einsatz in eurer Region. Vielleicht eine Zusammenarbeit mit einer lokalen Umweltorganisation, einer Schule oder einem Forstbetrieb. Vielleicht eine Unterstützung für Mare Nostrum, ein Biodiversitätsprojekt, eine Aktion rund um Wasser oder ein kleiner Clubanlass, der Menschen sensibilisiert und zugleich verbindet. Nicht jeder Club muss dasselbe tun. Aber jeder Club kann etwas tun.

Lasst uns dabei auch das teilen, was bereits geschieht. Sichtbarkeit schafft Wirkung. Gute Ideen regen an. Erfolgreiche Projekte motivieren andere Clubs, selbst aktiv zu werden. Wer Gutes tut und darüber spricht, stärkt nicht nur das konkrete Projekt, sondern auch die Ausstrahlung von Rotary nach aussen. Gerade Umweltprojekte eignen sich hervorragend, um zu zeigen, dass Rotary lokal verwurzelt und zugleich zukunftsgerichtet handelt.

Mein Wunsch für diesen April ist deshalb einfach: Lasst uns die ökologische Nachhaltigkeit im Distrikt 1980 sichtbar, konkret und gemeinschaftlich weiterentwickeln. Nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als Teil einer rotarischen Haltung, die Verantwortung übernimmt – für unsere Gemeinden, für unsere Landschaften, für unsere Gewässer und für die kommenden Generationen.

Ich danke allen Clubs, die in diesem Bereich bereits Grossartiges leisten, und allen, die jetzt den ersten oder nächsten Schritt gehen.

 

Mit herzlichen rotarischen Grüssen

Unite for Good – Team Up!
John

November 2025, RC Rheinfelden-Fricktal und RC Laufenburg-Fricktal beim Hands-On im Vogelpark Ambigua