Liebe Mitglieder der Rotary-Familie
Der April bringt Licht, Aufbruch und neues Leben. Überall
zeigt sich, wie viel Kraft in kleinen, beharrlichen Schritten liegt: Knospen
öffnen sich, Böden werden wieder grün, und mit dem Frühling wächst auch die
Zuversicht. Gerade deshalb passt es besonders gut, dass Rotary im April den
Blick auf den Schutz unserer Umwelt richtet. Rotary versteht Umweltschutz als
Teil seines Einsatzes für das Gemeinwohl und fördert Projekte, die natürliche
Ressourcen schützen und ökologische Nachhaltigkeit stärken.
Die Auswertung der Club Action Pläne unseres Distrikts zeigt
ein ermutigendes Bild: Ökologische Nachhaltigkeit ist im Distrikt 1980 längst
nicht mehr nur ein Randthema. Sie ist in mehreren Clubs konkret angekommen – in
Hands-on-Projekten, in längerfristigen Partnerschaften und in Initiativen, die
Umweltbewusstsein mit rotarischer Tatkraft verbinden. Aus den analysierten Club
Action Plänen stechen besonders Projekte in den Bereichen Biodiversität,
Gewässer- und Landschaftsschutz, Trinkwasser und Reduktion von Plastik hervor.
So engagiert sich der RC Augst-Raurica mit Waldarbeit in der
Gemeinde Kaiseraugst und einem Clean-up am Rheinufer für konkrete ökologische
Verbesserungen vor Ort. Der RC Rheinfelden-Fricktal, gemeinsam mit dem RC
Laufenburg-Fricktal, arbeitet mit dem Natur-
und Vogelschutz Rheinfelden zusammen, unterstützt das Projekt 100 Bäume für
Rheinfelden und fördert mit dem Vogelpark
Ambigua in Zeihen sowie dem Bau einer Zuchtstation die Biodiversität ganz
praktisch. Der RC Olten-West setzt auf die Aufwertung
des Lebensraums Born/Ruttiger Olten. Der RC e-Club Zentralschweiz verbindet
mit Run
for Water das Thema Wasserzugang mit globaler Verantwortung und unterstützt
gleichzeitig einen Neophyten-Family-&-Friends-Tag
auf biodiversen Flächen rund um Ebikon und den Rotsee.
Sichtbar geworden ist auch das Engagement des RC
Basel-Dreiländereck am Landskronberg bei
Flüh (SO) und Leymen (F) sowie bei der Wasserverteilung
für Tiere in den Bergen der Gemeinde S-chanf. Gemeinsam mit dem Verein
natur3 beteiligt sich der Club an einem grenzüberschreitenden
Naturschutzprojekt zur Aufwertung einer artenreichen Kulturlandschaft.
Besonders sichtbar ist auch das Engagement gegen
Plastikverschmutzung. Aus einer Idee ist im Distrikt eine Bewegung geworden:
Der RC Arlesheim setzt einen mehrjährigen Fokus auf die Bekämpfung von Plastik
in den Meeren, der RC Allschwil greift Mare
Nostrum ausdrücklich auf, und weitere Clubs knüpfen an diese Initiative an.
Das zeigt, wie eine starke rotarische Idee von Club zu Club weitergetragen
werden kann.
Ebenso wichtig ist: Nicht jeder Beitrag zur Nachhaltigkeit
beginnt mit einem grossen Leuchtturmprojekt. Manche Clubs schaffen zunächst
Strukturen. Der RC Luzern-Seetal hat eine eigene Zuständigkeit
Umwelt/Nachhaltigkeit verankert, der RC Bottmingen-Birseck ebenfalls eine
Funktion Nachhaltigkeit, und der junge RC H₂O hat bereits mehrere Themenfelder
rund um Wasser definiert und will daraus konkrete Projekte entwickeln. Solche
Schritte sind wertvoll, denn sie machen aus guter Absicht verlässliche Kontinuität.
Denn ökologische Nachhaltigkeit ist nicht nur ein
zusätzliches Thema neben unseren anderen Aufgaben. Sie berührt viele Bereiche
unseres rotarischen Handelns: Wasser, Gesundheit, Bildung, Gemeinwesen, Jugend
und Frieden. Wenn natürliche Lebensgrundlagen unter Druck geraten, betrifft das
immer auch soziale Stabilität, Ernährungssicherheit, Gesundheit und
Zukunftschancen. Wer Bäume pflanzt, Ufer reinigt, Lebensräume aufwertet,
Trinkwasserprojekte unterstützt oder Plastik vermeidet, stärkt damit auch
Würde, Gesundheit und Zusammenhalt.
Darum möchte ich euch alle im Umweltmonat April ermutigen,
den nächsten konkreten Schritt zu tun. Vielleicht ist es ein Hands-on-Einsatz
in eurer Region. Vielleicht eine Zusammenarbeit mit einer lokalen
Umweltorganisation, einer Schule oder einem Forstbetrieb. Vielleicht eine
Unterstützung für Mare Nostrum, ein Biodiversitätsprojekt, eine Aktion rund um
Wasser oder ein kleiner Clubanlass, der Menschen sensibilisiert und zugleich
verbindet. Nicht jeder Club muss dasselbe tun. Aber jeder Club kann etwas tun.
Lasst uns dabei auch das teilen, was bereits geschieht.
Sichtbarkeit schafft Wirkung. Gute Ideen regen an. Erfolgreiche Projekte
motivieren andere Clubs, selbst aktiv zu werden. Wer Gutes tut und darüber
spricht, stärkt nicht nur das konkrete Projekt, sondern auch die Ausstrahlung
von Rotary nach aussen. Gerade Umweltprojekte eignen sich hervorragend, um zu
zeigen, dass Rotary lokal verwurzelt und zugleich zukunftsgerichtet handelt.
Mein Wunsch für diesen April ist deshalb einfach: Lasst uns
die ökologische Nachhaltigkeit im Distrikt 1980 sichtbar, konkret und
gemeinschaftlich weiterentwickeln. Nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als
Teil einer rotarischen Haltung, die Verantwortung übernimmt – für unsere
Gemeinden, für unsere Landschaften, für unsere Gewässer und für die kommenden
Generationen.
Ich danke allen Clubs, die in diesem Bereich bereits
Grossartiges leisten, und allen, die jetzt den ersten oder nächsten Schritt
gehen.
Mit herzlichen rotarischen Grüssen
Unite for Good – Team Up!
John