Liebe Mitglieder der rotarischen Familie
Angesichts der tragischen Ereignisse in
Crans-Montana haben wir beschlossen, die individuellen Governorbriefe durch
einen gemeinsamen zu ersetzen.
Neuesten Erkenntnissen zufolge hat der schreckliche
Brand in der Silvesternacht mehr als 40 Menschenleben gefordert. Unsere
Gedanken sind bei den Eltern, Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden der
Opfer. Unsere Gedanken sind auch bei den Mitgliedern der rotarischen Familie,
die in irgendeiner Form von diesem grauenhaften Unglück direkt betroffen
wurden. Unsere Gedanken sind ausserdem bei den Menschen im Kanton Wallis, die erst
langsam begonnen hatten, sich von der Katastrophe in Blatten zu erholen. Nun
mussten sie erneut ein tragisches Unglück erleben. Dieses Mal jedoch können
weder menschliches Handeln noch Geld die jungen Opfer ins Leben zurückbringen.
Wir möchten den Mitgliedern des Rotary
Clubs Crans-Montana und insbesondere dessen Präsidenten Yves Duc für ihr
grosses Engagement, ihr umsichtiges Handeln sowie ihre Koordinationsarbeit in
dieser bestürzenden Situation von Herzen danken.
Unser besonderer Dank gilt gleichermassen
den Behörden, Einsatzkräften, Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonen sowie allen
weiteren Beteiligten. Sie kümmern sich rund um die Uhr um die Opfer und ihre
Familien. Und sie setzen alles daran, Leben zu retten und den Weg zur Genesung und
zu einer neuen Normalität zu ermöglichen – ein Weg, der für viele lang und
beschwerlich sein wird.
Viele Mitglieder der rotarischen Familie
haben gefragt, wie sie helfen können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig,
konkrete Antworten zu geben, doch einige Bedürfnisse zeichnen sich bereits ab.
Aktuell sind es weniger finanzielle Mittel, die gefragt sind, sondern
Kompetenzen, über die wir verfügen.
Schon kurz nach dem Ereignis kontaktierte
Yves Duc DG Jouni Heinonen, um Hilfsmöglichkeiten zu besprechen. Mit zwei
Beispielen möchten wir aufzeigen, wie Rotary unterstützen kann:
• Da viele der
Opfer aus dem Ausland stammen, besteht ein erheblicher Bedarf an Dolmetscherdiensten.
Hier können Rotarierinnen und Rotarier die Angehörigen unterstützen.
• Eine Mutter ist
angereist, um ihren schwer verletzten Sohn im Spital zu besuchen. Selbst im
besten Fall wird die Genesung Wochen, wenn nicht Monate dauern. Die Mutter hat
kleinere Kinder zu Hause und verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um
über einen längeren Zeitraum in einem Hotel zu wohnen. Auch hier kann Rotary
helfen.
Wir sind überzeugt, dass Rotary nicht nur
finanziell, sondern auch ganz praktisch helfen kann – in Form von Unterkunft,
Verpflegung, Übersetzungen etc. Wir haben vereinbart, dass Yves Duc mit Jouni Heinonen, die lokalen Rotary-Aktivitäten in
Crans-Montana und anderswo koordiniert.
Darüber hinaus arbeiten wir als Governors
der drei Schweizer Distrikte unter Hochdruck daran, die Hilfsangebote mit den
Hilfsgesuchen zu synchronisieren. Sie stehen dabei mit unterschiedlichsten
Stellen im In- und Ausland in Kontakt. Wer helfen möchte, findet auf der
nachfolgenden Website jeweils den aktuellen Stand der Gesuche: Crans-Montana –
Gedanken der Solidarität
Unter diesen traurigen Umständen wünschen
wir Ihnen dennoch ein gesundes, friedliches und hoffnungsvolles neues Jahr.
Möge es Trost, Kraft und Zuversicht bringen. Auch nach den schwersten Tragödien
geht das Leben weiter. Tragen wir Sorge zueinander und unterstützen wir die
Menschen in Not mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten, die uns zur Verfügung
stehen.
Mit stillen, herzlichen rotarischen
Grüssen
Jouni Heinonen, John Manning und Andrea
Weber