Etwas zurückgeben…

Sonntag, 1. November 2026

DG Urs F. Meyer

Manchmal braucht es nicht viel, um etwas zu bewirken: einen Beitrag an den Musikunterricht, eine neue Sportausrüstung oder rasche Unterstützung in einer schwierigen Situation. Was für die einen selbstverständlich ist, kann für andere eine neue Tür öffnen. Genau das macht rotarisches Engagement so wertvoll.

Als Rotary 1905 in Chicago gegründet wurde, standen Freundschaft und der Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Berufe im Mittelpunkt. Doch schon bald kam der Dienst an der Gemeinschaft dazu. Bereits 1907 setzten sich die Rotarier für öffentliche Toiletten in der damals rasch wachsenden Stadt ein. Kein besonders glamouröses Projekt, aber eines mit ganz praktischem Nutzen. Wenige Jahre später entstand der Leitspruch «Service Above Self», der uns bis heute verbindet.

Bei meinen Clubbesuchen darf ich immer wieder erleben, wie vielfältig dieser Gedanke gelebt wird. Mit PolioPlus, Mine-Ex und der Foundation unterstützen wir wichtige Projekte über unsere Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig bewirken viele Clubs direkt vor der eigenen Haustür viel Gutes. Oft verbinden ihre Anlässe genau das, was Rotary ausmacht: Freundschaft pflegen, gemeinsam anpacken und mit dem Erlös anderen helfen.

Ein schönes Beispiel ist ROKJ – «Kein Kind im Abseits». Das Programm unterstützt Kinder und Jugendliche aus finanziell oder sozial benachteiligten Familien. Ein Musikinstrument, die Mitgliedschaft im Sportverein oder die Teilnahme an einem Lager: Manchmal ist es ein überschaubarer Beitrag, der einem jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnet. Zusammen mit unserem Distriktprojekt ROMI zeigt ROKJ, wie wichtig es uns ist, die nächste Generation zu stärken.

Der November steht bei Rotary im Zeichen der Foundation. Eine gute Gelegenheit also, nicht nur auf unsere Projekte, sondern auch auf das zu schauen, was sie möglich macht. Neben Zeit, Ideen und persönlichem Einsatz braucht es eben auch finanzielle Mittel. Und da möchte ich zum Schluss einen Gedanken mit einem kleinen Augenzwinkern teilen.

Im Dezember wird erstmals die 13. AHV-Altersrente ausbezahlt. Wer zu den Empfängerinnen und Empfängern gehört und für einen Teil davon noch keinen festen Plan hat, könnte überlegen, damit ein rotarisches Projekt zu unterstützen. Vielleicht eine etwas andere Art, die zusätzliche Rente anzulegen – mit einer Rendite, die sich nicht in Franken messen lässt. Natürlich bleibt das eine ganz persönliche Entscheidung. Über die Rotary Stiftung Schweiz (rss.rotary.ch) können Spenden mit Angabe des gewünschten Verwendungszwecks geleistet und im Rahmen der geltenden Bestimmungen steuerlich abgezogen werden.

Ob mit Zeit, guten Ideen oder einem finanziellen Beitrag: Jede Unterstützung zählt. Herzlichen Dank für das, was ihr in euren Clubs leistet – und für all die kleinen und grossen Möglichkeiten, die ihr damit anderen Menschen eröffnet.

Euer DG
Urs F. Meyer

Foto von Stärnstunde 2026 im Zolli Basel