Manchmal
braucht es nicht viel, um etwas zu bewirken: einen Beitrag an den
Musikunterricht, eine neue Sportausrüstung oder rasche Unterstützung in einer
schwierigen Situation. Was für die einen selbstverständlich ist, kann für
andere eine neue Tür öffnen. Genau das macht rotarisches Engagement so
wertvoll.
Als
Rotary 1905 in Chicago gegründet wurde, standen Freundschaft und der Austausch
zwischen Menschen unterschiedlicher Berufe im Mittelpunkt. Doch schon bald kam
der Dienst an der Gemeinschaft dazu. Bereits 1907 setzten sich die Rotarier für
öffentliche Toiletten in der damals rasch wachsenden Stadt ein. Kein besonders
glamouröses Projekt, aber eines mit ganz praktischem Nutzen. Wenige Jahre
später entstand der Leitspruch «Service Above Self», der uns bis heute
verbindet.
Bei
meinen Clubbesuchen darf ich immer wieder erleben, wie vielfältig dieser
Gedanke gelebt wird. Mit PolioPlus, Mine-Ex und der Foundation unterstützen wir
wichtige Projekte über unsere Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig bewirken viele
Clubs direkt vor der eigenen Haustür viel Gutes. Oft verbinden ihre Anlässe
genau das, was Rotary ausmacht: Freundschaft pflegen, gemeinsam anpacken und
mit dem Erlös anderen helfen.
Ein
schönes Beispiel ist ROKJ – «Kein Kind im Abseits». Das Programm unterstützt
Kinder und Jugendliche aus finanziell oder sozial benachteiligten Familien. Ein
Musikinstrument, die Mitgliedschaft im Sportverein oder die Teilnahme an einem
Lager: Manchmal ist es ein überschaubarer Beitrag, der einem jungen Menschen
neue Möglichkeiten eröffnet. Zusammen mit unserem Distriktprojekt ROMI zeigt
ROKJ, wie wichtig es uns ist, die nächste Generation zu stärken.
Der
November steht bei Rotary im Zeichen der Foundation. Eine gute Gelegenheit
also, nicht nur auf unsere Projekte, sondern auch auf das zu schauen, was sie
möglich macht. Neben Zeit, Ideen und persönlichem Einsatz braucht es eben auch
finanzielle Mittel. Und da möchte ich zum Schluss einen Gedanken mit einem
kleinen Augenzwinkern teilen.
Im
Dezember wird erstmals die 13. AHV-Altersrente ausbezahlt. Wer zu den
Empfängerinnen und Empfängern gehört und für einen Teil davon noch keinen
festen Plan hat, könnte überlegen, damit ein rotarisches Projekt zu
unterstützen. Vielleicht eine etwas andere Art, die zusätzliche Rente anzulegen
– mit einer Rendite, die sich nicht in Franken messen lässt. Natürlich bleibt
das eine ganz persönliche Entscheidung. Über die Rotary Stiftung Schweiz
(rss.rotary.ch) können Spenden mit Angabe des gewünschten Verwendungszwecks
geleistet und im Rahmen der geltenden Bestimmungen steuerlich abgezogen werden.
Ob
mit Zeit, guten Ideen oder einem finanziellen Beitrag: Jede Unterstützung
zählt. Herzlichen Dank für das, was ihr in euren Clubs leistet – und für all
die kleinen und grossen Möglichkeiten, die ihr damit anderen Menschen eröffnet.
Euer
DG
Urs
F. Meyer