Die Rotary Foundation im Distrikt 1980 – neue Mitglieder in der Distriktkommission

Sonntag, 4. Juli 2021

Ab Juli wird die Distriktkommission «Foundation», das sogenannte Herzstück von Rotary, neu durch Regula Lützelschwab, RC Laufenburg-Fricktal und Pascal Kohler, RC Stans verstärkt. Sie werden vor allem bei der Vergabe von Distrikt-Grants für lokale und internationale Projekte aktiv sein. Wir wollten von ihnen wissen, was sie motiviert, in der Kommission mitzuarbeiten.

Janine: Wie lange sind Sie bereits bei Rotary dabei?

Pascal Kohler: Ich bin seit 2016 dabei. Ich wusste durch meine Familie, was Rotary ist und als ich nach Nidwalden umgezogen bin, wurde ich angefragt, ob ich mitmachen will. Sie haben mich unter anderem deshalb angefragt, da ich durch meine Klassifikation eine Bereicherung für den Club darstellte. Ich bin Berufsoffizier der Schweizer Armee.

Regula Lützelschwab: Ich bin seit dem 1. Januar 2000 bei Rotary dabei, beim RC Fricktal Laufenburg.

Janine: Weshalb engagieren Sie sich neu auf Distriktebene für die Foundation?

Pascal Kohler: Mich interessiert daran insbesondere, wie man die finanziellen Mittel einsetzen und etwas bewegen kann. Bei der Armee arbeite ich in der Friedensförderung und bilde Soldaten aus, welche wir für friedensfördernde Missionen oder humanitäre Einsätze ins Ausland schicken. Diese Rolle hat hauptsächlich mit dem Ausland zu tun. Bei der Foundation möchte ich mich deshalb einsetzen, um auch regional mehr zu bewegen und einen Bezug zu meinem näheren Umfeld zu haben. Daher sehe ich in meinem Engagement bei der Foundation eine Synergie und eine gute Ergänzung zu meinem Beruf.

Warum ich mich neben dem Club zusätzlich in der Foundation engagieren möchte? Weil ich denke, damit etwas dazu beizutragen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Das mag sich sicherlich idealistisch anhören und mir ist bewusst, dass man immer nur ein kleines Rad im Getriebe ist. Man kann aber dennoch helfen, Projekte zu fördern, die eine Verbesserung ermöglichen.

Regula Lützelschwab: Ich bin relativ zufällig in diese Rolle gerutscht. Der Governor hat mich bei seinem letzten virtuellen Besuch in unserem Club angefragt. Ich war etwas überrascht, da ich überhaupt nicht damit gerechnet habe. In meiner Rotarier-DNA ist sozusagen verankert, dass ein Rotarier oder eine Rotarierin nicht ,,Nein” sagt (zwinkert). Mich faszinieren schon lange die verschiedenen Projekte, welche die Clubs jeweils präsentieren und deshalb habe ich ja gesagt.

Janine: Was sind Ihre Erwartungen an die Zusammenarbeit in der Kommission und welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Pascal Kohler: Ich gehe meist ohne spezifische Erwartungen an neue Dinge heran, weil ich mich gerne überraschen lasse. Ich denke aber, es wird einiges an administrativen Aufgaben geben. Ich bin eigentlich ein grosser Fan davon, Dinge zu vereinfachen. Daher habe dahingehend ein paar Ideen - vielleicht in Richtung Digitalisierung? Als Chef Weiterentwicklung und Grundlagen beim Ausbildungszentrum Swissint bin ich es gewohnt, Prozesse zu vereinfachen und wenn immer möglich zu digitalisieren. Das gelingt mir normalerweise ganz gut.

Eine Erwartung an die Foundation ist aber dennoch, dass man ein bisschen Nachsicht mit mir hat, da ich ganz neu dabei bin. Aber daran habe ich keine Zweifel und Martin Wegmüller ist ja sehr engagiert und ich denke, er wird mir, wo nötig, sicher auch beiseite stehen.

Regula Lützelschwab: Ich bringe ein paar Jahre Erfahrung als Foundation-Beauftragte von meinem Club mit und habe jeweils die Meetings besucht. Ich hoffe, dass ich damit einigermassen gut auf meine neue Rolle vorbereitet bin. Meine Erwartung an die Kommission, ihre Mitglieder und mich selbst ist, die tollen Projekte weiter zu unterstützen. Ausserdem hoffe ich, dass wir Rotary im Bewusstsein der Allgemeinheit ausserhalb der Organisation verankern und bekannt machen können.

Janine: Diese Aufgabe wird eine weitere zeitliche “Belastung”. Wie vereinbaren Sie dies mit Ihren anderen Aufgaben und Rollen?

Pascal Kohler: Das müssen Sie mich dann in einem Jahr noch einmal fragen (lacht). Nein, jetzt ernsthaft: Mir liegt es, mehrere Aufgaben und Projekte parallel zu managen und ich mache das gerne. Durch meinen Beruf weiss ich, was es heisst, mehrere Dinge gleichzeitig zu führen. Ich denke ausserdem, dass diese Rolle mir am Ende mehr gibt, als ich investieren muss. Ich werde aber zumindest versuchen, die Wochenenden freizuhalten. Die gehören der Familie. Das ist mir wichtig.

Regula Lützelschwab: Mir ist noch nicht ganz klar, wie ich diese Aufgabe oder mich selbst organisieren werde. Mir wurde jedoch bereits versichert, dass die Belastung nicht das ganze Jahr durch immer gleich sein wird. Es konzentriert sich auf gewisse Zeiträume. Das stimmt mich optimistisch, dass ich diese Rolle mit meinen anderen Aufgaben vereinbaren kann. Es gibt ja noch die Wochenenden und meine Vorgängerin nutzte jeweils die Samstage als Foundation-Tage während der intensiven Phasen. Allerdings werden das bei mir eher die Sonntage sein, da ich an den Samstagen gerne eine Runde Golf spiele, falls es zeitlich möglich ist. Ich bin auf jeden Fall freue ich mich auf die Aufgabe.

Janine Keller, Online-Redakteurin

Regula Lützelschwab

Pascal Kohler